Ich bin meinem Ruf zu meiner Berufung gefolgt.
Ich lege seit nun fast 35 Jahren Karten mit sehr vielen verschiedenen Decks, darunter auch zwei eigene, weitere sind in Arbeit.
Noch ein wenig länger arbeite ich mit der Astrologie.
Hier bevorzugt nach der alten Schule, sowie mit den Asteroiden, den Fixsternen und von mir selbst entwickelten speziellen astrologischen Punkten und Deutungsansätzen.
Einige meiner Themen sind auch, Numerologie, der Schamanismus, und der Wicca-Weg, die Runen, Heilsteine und manches mehr.
Ich bin Erika Flickinger, 65 Jahre alt, und mein Weg zu Kartenlegen, Astrologie und Energiearbeit war alles andere als geradlinig. Er begann mit Archäologie, führte über Jahre voller Themen, die ich heute bewusst ablehne, und über zwei Bücher, die lange ungelesen in meinem Regal standen – bis Astrologie und Tarot eines Nachts im Halbschlaf plötzlich “Klick” gemacht haben. Seither lassen sie mich nicht mehr los.
Auf diesem Weg bin ich vielen Menschen begegnet, die sich als Wiedergeburt berühmter Heiler ausgaben oder große Versprechen machten, die nicht hielten, was sie versprachen. Diese Erfahrungen haben mich geprägt: Ich glaube nicht an schnelle Lösungen, an “Blockaden lösen in Sekunden” oder an Heilsversprechen mit Rabattcode. Ich glaube an echte, oft unbequeme, aber ehrliche Begleitung.
Gerade in der Dualseelenszene bin ich vielen begegnet, die keine Ahnung hatten, zum Teil sogar früher Kunden/innen bei mir waren – und die heute, mit Lügen und leeren Versprechungen, ganz weit oben stehen. Manche von ihnen haben mich beschimpft, weil ich ihnen nicht sagte, was sie hören wollten, und ihre Anhängerschaft genutzt, um mich beruflich zu schädigen. Erlebnisse wie diese haben mich nicht mundtot gemacht, sondern in meiner Haltung bestärkt: Ich sage lieber die Wahrheit und verliere dafür Zuspruch, als zu schweigen und dafür Applaus zu bekommen. Deshalb bin ich in meiner Ausdrucksweise manchmal hart – aber das ist nie böse gemeint. Es ist meine Art, ehrlich zu sein, nicht meine Art, zu verletzen.
Ich habe viele Angriffe erlebt, viel Mobbing, und manch einer wollte mich einfach weghaben. Ich habe viel Veränderung gesehen und erlebt – und bin mir dabei selbst immer treu geblieben. Viele “Experten” habe ich kommen und gehen sehen. Ich bin noch immer hier.
Die Entstehung der Tsirona-Energie
Mit Heilung beschäftige ich mich bereits seit 1989 – damals führte ich erste Heilungen im privaten Kreis durch, mit großem Erfolg. Der erste, sehr eindrückliche Moment: Ein Mensch, den ich sehr liebte, lag mit einem Herzinfarkt im Krankenhaus, man wusste nicht, ob er die Nacht überleben würde. Ich konzentrierte mich ganz auf ihn und hörte plötzlich einen Männerchor auf Latein das Vaterunser beten. Am nächsten Tag kam die Nachricht, dass sich sein Zustand in der Nacht enorm verbessert hatte. Meine eigene, sehr selbstkritische Art hielt mich aber lange davon ab, dies auch anderen anzubieten. Zunächst standen andere Themen im Vordergrund: 1990 begann meine bis heute andauernde Auseinandersetzung mit Seelenliebe und Dualseelen, im selben Jahr fing ich an, Gedichte und Texte zu schreiben – lange versteckt in der Schublade, aus Scham vor meinen eigenen Gedanken.
Die Heilung ließ mich all die Jahre über nicht los. Mit Schamanismus und Krafttieren, die nach und nach einen festen Platz in meinem Leben fanden, wurde das Thema immer drängender. Das Leben stellte mir dabei einige schwere Prüfungen, die ich zunächst durchleben musste – heute weiß ich, dass sie mich genau hierhin geführt haben. In den letzten Jahren übte ich die Heilung zunehmend aus, meist im Stillen, aber mit großem Erfolg bei Mensch, Tier und auch in belasteten Situationen.
Bei meinen Reisen in die Anderswelt bekam ich immer wieder Hinweise auf eine besondere Energie und die Vorgehensweise dazu. Diese Energie hatte lange keinen Namen – bis mir eines Tages in einer Vision eine keltische Göttin erschien. Meine Recherche ergab: eine Göttin der Heilung. So kam der Name Tsirona zu mir und blieb.
Nach jahrzehntelangem stillen Wirken ist nun der Zeitpunkt gekommen, diese Energie in die Welt zu tragen. Erst das genaue Betrachten meines eigenen Lebens – verbunden mit meinen Reisen in die Anderswelt und dem eingehenden Studium meines eigenen Horoskops – ließ mich erkennen, dass ich diesen Weg gehen muss und ihm nicht dauerhaft ausweichen kann. Bedingt etwa durch Neptun und Chiron in meinem Horoskop bin ich sehr durchlässig für Energien um mich herum. Früher spürte ich unter Menschen oft Schmerz, Trauer, Wut, Resignation, aber auch Freude und Euphorie – bis mir in einer Meditation bewusst wurde, dass ich nicht meine eigenen Energien spürte, sondern die der Menschen um mich herum, die ich aufsog wie ein Schwamm.
In einer Vision zeigte man mir, wie ich mich davor schützen kann – durch eine Lichtdusche um mich herum, deren Farben ich je nach Bedarf verändere, das ich heute auch in meinen Einweihungen weitergebe. Über die Jahre lernte ich zusätzlich, ohne diesen Schutz zu filtern und jede Emotion mit Abstand zu betrachten, um zu erkennen, was meines ist und was von außen kommt. Heute bin ich fähig, mich frei von eigenen Emotionen ganz auf die Heilenergie für andere einzulassen – als Kanal und Übermittlerin universeller und karmischer Botschaften. Bevorzugt arbeite ich per Fernheilung und später auch per Fern-Einweihung.
Nicht jeder Mensch kann die Tsirona-Energie empfangen oder weitergeben. Ob jemand dafür geeignet ist, lese ich unter anderem aus dem persönlichen Horoskop – bestimmte Konstellationen sind Voraussetzung. Deshalb weihe ich nicht jeden ein, der danach fragt.
Manche nennen mich die Böse, die Illusionen raubt – zu wenig Weichzeichner, zu viel Klartext. Ich nehme das an. Wenn ich in einem Video vor einer möglichen Gefahr warne – vor einem Unfallrisiko, einer Infektion oder Ähnlichem – wird mir das mitunter als “negative Manifestation” vorgeworfen, weil man glaubt, allein das Aussprechen ziehe das Unglück an. Ich sehe das anders: Wer eine Gefahr benennt, schützt eher, als dass er schadet. Auch ich habe die Manifestationslehre einmal ausprobiert, mit dem leisen Verdacht im Hinterkopf, dass sie ohnehin nichts taugt – der Verdacht hat sich bestätigt. Seit 35 Jahren berate ich Menschen, und schon damals war es selbstverständlich, vor Gefahren zu warnen. Nicht ich habe meinen Stil geändert, sondern ein Teil der Szene um mich herum.
Ganz klar: Ich distanziere mich ausdrücklich von rechtem und verschwörungsideologischem Gedankengut, das in Teilen der esoterischen Szene leider zunehmend Raum einnimmt. Das ist meine private Haltung. In meiner Arbeit selbst hat Politik jedoch nichts zu suchen: Dort bleibe ich immer neutral, dränge niemandem meine persönliche Meinung auf und schließe niemanden von meinen Beratungen aus. Mein Motto dabei: “Jeder so, wie er will und wie er kann.” Wer bei mir sucht, findet keine politische Umdeutung von Spiritualität – und dafür werde ich mitunter von mehreren Seiten kritisiert. Das nehme ich in Kauf. Wer bei mir keine Bestätigung für das findet, was er ohnehin schon glauben will, bekommt stattdessen die Wahrheit – und die ist auf lange Sicht die größere Form von Fürsorge als jede süße Lüge.
Seit vielen Jahren arbeite ich mit Tarot, Astrologie und der von mir entwickelten Tsirona-Heilenergie – inspiriert von der keltischen Göttin Sirona – und verbinde dabei jahrtausendealtes Wissen mit heutiger, individueller Energiearbeit. Meine Texte zu Kartenlegen, Dualseelen (“Seelenliebe”) und “Krieger der Herzen” sind über die Jahre vielfach gelesen, geteilt – und leider auch kopiert worden. Ich habe mehrere Bücher als Selfpublisher veröffentlicht, in denen sich Poesie, kritische Auseinandersetzung mit spirituellen Mythen und praktisches Wissen verbinden.
Was mich von vielen anderen Angeboten unterscheidet: Ich bleibe kritisch – auch gegenüber meiner eigenen Branche. Ich romantisiere weder Liebe noch Heilung, sondern begleite Menschen dort, wo sie wirklich stehen: in Lebenskrisen, auf dem Weg zu sich selbst, oder auf dem Weg, selbst als Heiler:in zu wirken.
© Erika Flickinger
